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Moondog
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Moondog (* 26. Mai 1916 als Louis Thomas Hardin in Marysville, Kansas; â 8. September 1999 in MĂźnster) war ein US-amerikanischer Komponist und Musiker.
Contents
⢠Leben
⢠Jugend
⢠In New York
⢠Spätwerk
⢠Nachlass, Rechte
⢠Dirigierstil
⢠Nachleben
⢠Erinnerung
⢠Populärkultur
⢠Diskographie
⢠Literatur
⢠Weblinks
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Leben
Jugend
Louis Thomas Hardin wurde als Sohn eines Wanderpredigers der Episkopalkirche und einer Lehrerin geboren.cite-ref-1[1] Infolge der wechselnden Einsatzorte seines Vaters verlebte er seine Jugend an einer Vielzahl von Orten des Mittleren Westens (in Wisconsin, Wyoming und Missouri) sowie in North Carolina. Die kindliche und jugendliche Erfahrung, nie wirklich sesshaft zu sein, habe, so Hardin, seinen Freiheitsdrang und seine unbĂźrgerlich-unsesshafte Lebensweise geprägt. Er bezeichnete sich als âEuropäer im Exilâ: âDas hatte mit meiner Liebe zur klassischen Musik der Alten Welt zu tun.âcite-ref-piltz-2-0[2] Als zweiten Grund nannte er, dass seine Familie mĂźtterlicherseits aus Deutschland, väterlicherseits aus Skandinavien stammte.cite-ref-kr-ger-3-0[3]
Im Alter von sechzehn Jahren verlor Hardin das Augenlicht bei einer Explosion, als er mit einer Knallkapsel hantierte, die bei einer Ăberschwemmung zwischen Eisenbahngleisen angespĂźlt worden war.cite-ref-4[4] Auf einer Blindenschule in Iowa kam er mit klassischer Musik in BerĂźhrung und erhielt seine erste musikalische Ausbildung. RĂźckblickend verstand Hardin den Unfall als Chance: âOhne den Unfall hätte ich wohl nie die MĂśglichkeit bekommen, Musiker zu werden.âcite-ref-piltz-2-1[2] Er lernte Violine, Viola, Piano, Orgel, Chorgesang und Harmonielehre und studierte autodidaktisch weiter, indem er las, was ihm zum Thema Musik in Blindenschrift zugänglich war. Gleichzeitig Ăźbte er sich im Trommeln. Seine ältere Schwester las ihm einmal ein Buch Ăźber einen europäischen Komponisten vor, daraufhin habe er â so erzählte er später â beschlossen, ebenfalls Komponist zu werden.cite-ref-karin-steinberger-5-0[5] Seine GehĂśrbildung perfektionierte er so, dass er musikalische Ideen direkt aus dem Kopf in Blindenschrift umsetzen konnte. So gut wie alle seine Kompositionen entstanden ohne Instrument.
In New York
1943 zog es Hardin nach New York, wo er ein Leben als StraĂenmusikant fĂźhrte. Den Namen âMoondogâ legte er sich 1947 zu, nach seinem Blindenhund, der, so Hardin, âmehr als jeder andere Hund, den ich kannte, den Mond anheulteâ.cite-ref-6[6]
Bis in die frĂźhen 1970er Jahre war er meistens in Manhattan an der Ecke 6th Avenue/54th Street anzutreffen. Er schlug die Trommel, spielte seine Kompositionen auf einer Zither, trug kleine Gedichte vor, durchweg in der klassisch-strengen Form der Couplets, gereimter Verspaare, und verkaufte sie an Passanten.cite-ref-karin-steinberger-5-1[5] Fasziniert von der LektĂźre der Edda, legte er sich eine Wikingerkluft zu. Alte Fotos zeigen den Verehrer nordischer Mythologie mit wallendem Bart, weitem Umhang, langem Speer und gehĂśrntem Helm. Von manchen Passanten wohl als exzentrischer Sonderling oder gar als Scharlatan beargwĂśhnt, von zahlreichen KĂźnstlern aber hoch geachtet, wurde Moondog bald zu einer Art Institution im StraĂenbild von Manhattan. Zu den Anekdoten, die um ihn kursieren, gehĂśrt jene, wonach das Hilton-Hotel in der New York Times Anzeigen schaltete, in denen es seine Adresse mit âgegenĂźber von Moondogâ angab.cite-ref-piltz-2-2[2]
Erste Anerkennung als Musiker
Wenn Hardin auch die StraĂe zu seinem Zuhause machte, war er nicht sozial isoliert und kein Stadtstreicher. Er lernte auf der StraĂe Musiker der New Yorker Philharmoniker kennen, die ihn ihrem Dirigenten Artur RodziĹski vorstellten.cite-ref-7[7] Der lud ihn ein, den Orchesterproben in der Carnegie Hall beizuwohnen,cite-ref-8[8] wo Moondog dann jahrelang ein und aus ging und viel Ăźber Orchestrierung lernte.cite-ref-r-senberg-9-0[9] Er begegnete Arturo Toscanini, Igor Strawinski und Leonard Bernstein. FĂźr Bernstein war er âdieses seltsame Genie, das da unten an der Ecke stehtâ.cite-ref-piltz-2-3[2] Nach RodziĹskis Weggang 1947 war Moondog in der Carnegie Hall nicht mehr so gern gesehen. An seinen StraĂenecken traf er mit Charlie Parker zusammen, der ihm vorschlug: âYou and I should make a record togetherâ â ein Vorhaben, das sich durch Parkers plĂśtzlichen Tod nicht mehr verwirklichen lieĂ.
1949/1950 erschienen Moondogs erste Schallplattenaufnahmen, auf denen er Oboe, Klarinette, Maracas, Claves, Kalebassen-Rasseln sowie andere Schlaginstrumente spielt und singt.cite-ref-10[10] Mit Julie Andrews verĂśffentlichte er 1955 bei Angel Records eine sehr erfolgreiche Platte mit Kinderliedern. Mit Charles Mingus bestritt er ein Konzert im Whitney Museum of American Art, mit Allen Ginsberg eine Dichterlesung. Janis Joplin und Big Brother and the Holding Company nahmen 1968 sein Madrigal All Is Loneliness auf. âSie haben es verhunztâ, meinte Moondog später.cite-ref-piltz-2-4[2] Die Labels Mars, Prestige und Epic verlegten Platten mit seiner Musik. In den späten 1960er Jahren spielte er zwei Alben fĂźr Columbia Records (CBS) ein.
Ăbersiedlung nach Deutschland 1974
Unvermittelt verschwand Moondog aus New Yorks StraĂen. Manche hielten ihn fĂźr tot. In einer TV-Talkshow bedauerte Paul Simon, eines seiner groĂen musikalischen Vorbilder, Moondog sei verstorben.cite-ref-karin-steinberger-5-2[5] Tatsächlich hatte ein Freund, der Organist Paul Jordan, vermittelt, dass Ernstalbrecht Stiebler vom Hessischen Rundfunk 1974 Moondog einlud.cite-ref-11[11] Unter der Ăberschrift âBach, Moondog & Bachâcite-ref-kr-ger-3-1[3] gab es zwei Konzerte in der Peterskirche in Weinheimcite-ref-12[12] und in Frankfurt am Main.cite-ref-robert-scotto-226-13-0[13] Nach dem Frankfurter Konzert bemängelte ein Kritiker, dass Moondogs Kompositionen nur âunzureichend avantgardistischâ seien,cite-ref-14[14] doch das Publikum war begeistert. Angesichts des unverhofften Erfolges entschloss sich Moondog kurzfristig, in Deutschland zu bleiben,cite-ref-15[15] und begrĂźndete dies so: âIch wollte ursprĂźnglich gleich nach dem Konzert zurĂźck. Als ich aber hier war, da war ich so beeindruckt von den Menschen, von ihrer Freundschaftlichkeit, ihrer Wärme, der ganzen Atmosphäre, daĂ ich mich entschieden habe, nicht mehr in die USA zurĂźckzugehen.âcite-ref-r-senberg-9-1[9] Paul Jordan machte Moondog auch mit dem (ebenfalls blinden) Organisten Helmut Walcha bekannt; gemeinsam spielten sie Inventionen von Johann Sebastian Bach.cite-ref-robert-scotto-226-13-1[13]
In Hamburg, Hannover und wenig später in Recklinghausen setzte er zunächst sein StraĂenmusikerleben fort, trommelte in den FuĂgängerzonen und verkaufte seine Gedichte.cite-ref-16[16] Nach Recklinghausen kam er, weil ein junger Musiker, Tom Klatt, gelesen hatte, dass Moondog Deutschland wĂźrde verlassen mĂźssen, wenn sich nach dem Frankfurter Konzert keine Folgeauftritte ergäben, und ihn daraufhin einlud.cite-ref-17[17]
FĂśrderung und Management durch Ilona Sommer
1977 sprach ihn an seinem Stammplatz in der Recklinghäuser Altstadt die Studentin Ilona Goebel (* 1951,cite-ref-zf-18-0[18] später Ilona Sommer) an,cite-ref-19[19] und lud ihn, zunächst fĂźr ein paar Tage, in das elterliche Haus im Nachbarort Oer-Erkenschwick ein: âMein elf Jahre alter Bruder wollte ihn zu Weihnachten zum Essen nach Hause einladen, weil er ihm so leid tat. Aber keiner aus der Familie traute sich, ihn zu fragen. Und dann sah ich eine Platte mit seiner Musik â OrchesterstĂźcke, gespielt von 45 Musikern, mit einer Menge Solisten. Die kaufte ich. Als ich seine Musik zum ersten Mal hĂśrte, war ich ergriffen. Ich konnte nicht glauben, dass jemand, der solche Musik schreiben kann, so leben muss wie er. Da lud ich ihn nach Hause ein.âcite-ref-20[20]
Ilona Sommer redete ihm die Wikingerkluft aus und brachte ihn auf den Geschmack an einem mehr bßrgerlichen Leben. Sie gab ihr Geologie-Studium auf, nahm ihn in ihre Obhut und machte das Haus in Oer-Erkenschwick fßr Louis Hardin zur kreativen Stätte des Komponierens.cite-ref-21[21] Sie lernte, seine Kompositionen aus der Blinden- in normale Notenschrift zu ßbertragen, und begleitete Moondog fortan bei seinen Konzertauftritten. Sie grßndete den Musikverlag Managarm fßr die Werke Moondogs.
In den späten 1970er Jahren brachte Roof Music auf seinem Label Kopf-Records drei Moondog-LPs heraus. Danach wurde es in puncto VerÜffentlichungen still um ihn. Moondog komponierte allerdings unermßdlich weiter, so dass sein Werk auf 50 Sinfonien und zahllose kleinere Stßcke anwuchs.
Moondog musizierte (und dirigierte) in seinen deutschen Jahren häufig in Recklinghausen in der Altstadtschmiede und in der âalternativenâ Gastwirtschaft âBaumâ, bei Konzerten in MĂźnster und bei den Wittener Tagen fĂźr Neue Kammermusik.cite-ref-22[22]
âWiederentdeckungâ und Medienecho 1989
15 Jahre nach seinem Weggang aus den USA erlebte Moondog 1989 in New York ein vielbeachtetes Comeback. Das zehnte New Music America Festival hatte ihn eingeladen, einige seiner Kompositionen aufzufĂźhren. Bei dem Konzert, das am 16. November unter dem Motto Meet The Moderns in der Brooklyn Academy of Music stattfand, standen u. a. auch UrauffĂźhrungen symphonischer Werke von Butch Morris und John Zorn auf dem Programm. In einer Folge von musikalischen Widmungen an Musiker, die er einst kannte (Benny Goodman, Lester Young, Charlie Parker, Artur RodziĹski), sowie an die Städte New York und Paris dirigierte Moondog das Philharmonische Kammerorchester Brooklyn.
Das Medienecho auf Moondogs RĂźckkehr war Ăźberschwänglich. Die New York Times und die Wochenzeitschrift People begrĂźĂten ihn in ausfĂźhrlichen Beiträgen. In einer Rezension des Konzertes in der New Yorker Tageszeitung Newsday hieĂ es: âNur neun kurze Nummern des blinden, gabelbärtigen Moondog machten den Abend lebendig. FĂźr den 75-Jährigen kĂśnnte das New Yorker Comeback erst den Anfang einer neuen Karriere bedeuten.âcite-ref-23[23] CBS und ROOF Music unternahmen WiederverĂśffentlichungen seiner frĂźheren Platten als CDs.
Der Pop-Chansonnier Stephan Eicher zog ihn bei seinem Album âMy Placeâ fĂźr ein Instrumentalarrangement des âGuggisbergerliedesâ heran, und Musiker der Guildhall School of Music fĂźhrten aus Anlass von Moondogs 75. Geburtstag im Mai in London und Dartington Hall eine Reihe seiner Saxophonwerke auf.
Das American Ballet Theatre fĂźhrte im Januar 1992 Orchesterwerke Moondogs in Hollywood, Washington (Kennedy Center) und in der New Yorker Metropolitan Opera auf.
Spätwerk
1992 legte Moondog ein neues Album vor: Sax Pax For a Sax, eingespielt im englischen Bath mit dem Ensemble London Saxophonic, das in GroĂbritannien und in Deutschland wahre BegeisterungsstĂźrme auslĂśste, u. a. auf der Documenta in Kassel und beim Moers Festival. Bei der Produktion waren neben David Lord als Produzent mit Danny Thompson und Peter Hammill weitere GrĂśĂen der englischen Musikwelt beteiligt. 1997 wurde das Album in den USA verĂśffentlicht (Atlantic Records).
1999 starb Moondog in Mßnster im Alter von 83 Jahren an Herzversagen. Er ist auf dem Zentralfriedhof Mßnster begraben. Sein Grabmal wurde von dem Kßnstler Ernst Fuchs nach der Totenmaske gestaltet. Ilona Sommer starb 2011 in Mßnster und wurde in der gleichen Grabstätte wie Moondog bestattet.cite-ref-zf-18-1[18]
Nachlass, Rechte
Im von Ilona Sommer gegrßndeten Managarm-Musikverlag sind heute die meisten Moondog-Werke verlegt.cite-ref-24[24] Louis Hardins letztem Willen gemäà wurde sein Gesamtwerk von ihr bzw. dem Musikverlag betreut und verwaltet. Seit ihrem Tod 2011 verwaltet der Berliner Rechtsanwalt Alexander Duve als Testamentsvollstrecker weltweit sämtliche Rechte am Werk Louis Hardins.
Stil, Kompositionstechnik
Moondog sah sich als Klassizist: âIch bin ultrakonservativ. Ich rebelliere gegen die Rebellen. Die Rebellen sind fĂźr mich die Atonalisten und Polytonalisten. Ich bleibe der Tonalität und den alten Formen treu, weil ich denke, daĂ ihre MĂśglichkeiten nicht ausgeschĂśpft sind und auch nie ausgeschĂśpft werden kĂśnnen.âcite-ref-piltz-2-5[2] Sein kompositorisches Ideal war der Kontrapunkt. âOb da Saxofone eine jazzige Chaconne tanzen, frĂśhliche Couplets sich mit verträumten Pretiosen auf Spieluhrbasis abwechseln, ohrwurmige Jingles fĂźr imaginäre Fernsehserien auf Orgelwerke folgen â Moondogs Musik ist singulär und zugleich allumfassend, ganz einfach und streng durchdacht.âcite-ref-25[25] âDer Kanon ist Moondogs musikalische Ursubstanz, die in vielfältigen traditionell europäischen Gewändern erscheint: Vom Madrigal Ăźber die klassische Sinfonie bis zur ZwĂślftonmusik findet sich alles in Moondogs Oeuvre, allerdings jeweils in origineller Anverwandlung.âcite-ref-26[26] Moondog arbeitete, ähnlich wie die Minimalisten, mit repetitiven Patterns, doch folgte er stets den Gesetzen des Kontrapunkts, während ihm die Tendenzen der Neuen Musik zur Atonalität und zur Elektronik ein kompositorisches Gräuel waren.
Klassische Techniken fĂźhrten bei ihm zu einem unklassischen Resultat. Er komponierte so konsequent konservativ, dass es schon fast wieder revolutionär wirkte. In der formalen Strenge fand er seine musikalische Freiheit. Moondog: âMir kommt es so vor, als ob ich mit einem FuĂ in Amerika und mit dem anderen in Europa stehe, oder mit dem einen in der Gegenwart und mit dem anderen in der Vergangenheit. Rhythmisch kĂśnnte man mich der Gegenwart, ja, der Avantgarde zurechnen; melodisch und harmonisch stehe ich dagegen sehr weit in der Vergangenheit.âcite-ref-27[27]
Ob Songs oder OrchesterstĂźcke, Kanons oder Madrigale, Werke fĂźr Orgel oder fĂźr Kammerensemble â fast immer ist Moondogs Musik mit eigentĂźmlichen Perkussionsrhythmen unterlegt, die er selbst durchweg auf einer dreieckigen Trommel â der âTrimbaâ â schlug. Moondog bezog sich auf traditionelle indianische Rhythmen, wie er sie als Kind in den Reservaten der Arapaho von Wyoming kennenlernte, wohin ihn sein Vater bei Missionsreisen gelegentlich mitgenommen hatte. Er erzählte gern davon, wie er auf Häuptling Yellow Calfs SchoĂ sitzen und die groĂe Sonnentanztrommel schlagen durfte. Die Vorliebe fĂźr Perkussion lieĂ ihn nicht wieder los. Die âIndian Beatsâ wurden zu einer Art Herzschlag in seiner Musik.
Dirigierstil
Bei seinen Auftritten in Deutschland fiel Moondogs ungewĂśhnlicher Dirigierstil auf. Er spielte nicht die traditionelle Rolle der dirigierenden Autoritätsfigur, sondern saĂ seitlich des Orchesters und gab auf einer Pauke den Beat vor. In einem Interview nahm er dazu Stellung: âIch verstehe mich als Erster unter Gleichen. Es gibt quasi 40 Dirigenten, und jeder ist sowohl fĂźr seinen eigenen Part verantwortlich als auch fĂźr die gesamte AuffĂźhrung. Orchestermusiker reagieren durchaus positiv auf diese Idee. In meiner Musik gibt es keine Taktwechsel. Wenn ich in 4/4 anfange, hĂśre ich auch in 4/4 auf. Sie brauchen bloĂ gerade durchzuzählen. Nur wenn unbedingt nĂśtig, gebe ich mal einen Wink mit der Hand. Aber durchweg will ich, wenn sie einmal angefangen haben, gar nicht, dass sie mich ansehen. Sie sollen sich auf ihren Part konzentrieren.âcite-ref-28[28]
Nachleben
⢠In Ăsterreich gelangte Moondogs Bird's Lament (auf diversen Compilations auch als âLament Iâ) zu Bekanntheit, das als Titelmusik zu der ehemaligen ORF-Sendung Trailer mit Frank Hoffmann â etwas schneller â zu hĂśren war.cite-ref-29[29]
⢠Durch die discotauglichen Remixe âGet a move onâ des englischen DJ Mr. Scruff und âNight at the dogsâ vom ebenfalls englischen DJ Jesse Rose wurde Bird's Lament auch auf den Tanzflächen wiederentdeckt.
⢠Die US-amerikanische Band Moondogg um die Sängerin Elizabeth Westwood benannte sich nach Moondog.
⢠Originalklang und Rhythmus von Moondogs Trimba vermittelt heute der schwedische Percussionist Stefan Lakatos, ein Schßler und langjähriger Freund von Moondog,cite-ref-30[30] von dem er Bau und Spiel dieses Instruments erlernte.
⢠Im Februar 2006 verĂśffentlichte die Bochumer Harfenistin Xenia Narati die CD âMoondog Sharp Harpâ, auf welcher sie sechs Kompositionen Moondogs als Ersteinspielungen zu GehĂśr bringt.
⢠Der Komponist Thies Mynther präsentierte im Jahr 2020 die Installation Moonmachine in der Kunsthalle Mßnster, die eine Partitur von Moondog abspielte.cite-ref-31[31]
Erinnerung
⢠In Recklinghausen erinnert eine Gedenktafel in der Breiten StraĂe, wo er jahrelang zu stehen pflegte, an Moondog.cite-ref-32[32]
⢠Zu seinem 10. Todestag am 8. September 2009 sendete WDR 5 ein ZeitZeichen, siehe auch den Eintrag unter Weblinks.
Populärkultur
⢠Die Bremer Alternative-Rock-Band The Paleo Paranoids setzte Moondog in ihrem gleichnamigen Song auf dem 2018 erschienenen Album Cargo ein musikalisches Denkmal.cite-ref-33[33]cite-ref-34[34]
Diskographie
⢠Snaketime Rhythms, SMC Pro Arte, 1949/1950
⢠Moondog's Symphony, SMC Pro Arte, 1949/1950
⢠Organ Rounds, SMC Pro Arte, 1949/1950
⢠Oboe Rounds, Chant, Loneliness, Wildwood, SMC Pro Arte, 1949/1950
⢠Moondog and His Friends, Epic, 1953.
⢠Moondog, Prestige, 1956.
⢠More Moondog, Prestige, 1956.
⢠The Story of Moondog, Prestige, 1957.
⢠Tell It Again (with Julie Andrews), Angel/Capital, 1957 (Reissue: Poppy Disc, 2009)
⢠Moondog, Columbia, 1969.
⢠Moondog 2, Columbia, 1971.
⢠Moondog in Europe, Kopf, 1977 (Reissue: Roof Music, 1999)
⢠H'art Songs, Kopf, 1978 (Reissue: Roof Music, 1999)
⢠Moondog: Instrumental Music by Louis Hardin, Musical Heritage Society, 1978.
⢠A New Sound of an Old Instrument, Kopf, 1979 (Reissue: Roof Music, 1999)
⢠Facets, Managarm, 1981.
⢠Bracelli, Kakaphone, 1986.
⢠Moondog. Sis (Sony BMG), Sis (Sony BMG) 1995.
⢠Elpmas, Kopf Records & Roof Music, 1991, KD 123314
⢠The German Years (1977â1999), ROOF Music, 2004, RD 2433221
⢠Rare Material, ROOF Music, 2006, RD 2633272
⢠Moondog: Pastoral Suite; Surf Session. Moondog's Corner, 2005.
⢠Viking on Sixth Avenue, Honest Jon, 2005.
⢠Sax Pax for a Sax, Megaphon, 2007.
Literatur
(in der Reihenfolge des Erscheinens)
⢠Hans-Joachim Krßger: Moondogs Odyssee: Europäer im Exil. In: Sounds. Die Zeitschrift fßr Popmusik. 1974, Heft 5 (online auf moondogscorner.de, Rubrik Interviews, abgerufen am 29. April 2014)
⢠Heinz Kosters: Moondog â Vermächtnis eines groĂen Herzens. In: Vestischer Kalender Jg. 51 (1978), S. 61â64.
⢠Michael RĂźsenberg: âIâm in the world, but not of it.â Ein Gespräch mit Moondog. In: Rock Session. Magazin der populären Musik ISSN 0721-0531, Jg. 1979, Heft 3, S. 144â154.
⢠Tom Klatt: Moondog in Europa. Klassik und Hippiemusik â wie geht das zusammen? Ein Interview mit dem dirigierenden Hippie Moondog. In: Zero Jg. 9 (1980), Heft 17, S. 46â48.
⢠Albrecht Piltz: Moondog â Rebell gegen die Rebellen. In: Keyboards ISSN 0178-4641, Jg. 8 (1994), S. 16â30.
⢠Robert Scotto: Moondog, The viking of 6th Avenue. The authorized biography. Process Media, Port Townsend 2007, ISBN 978-0-9760822-8-6.
⢠Hein SchlĂźter: Von der 6th Avenue in die Breite StraĂe: Moondog in Recklinghausen. In: Vestischer Kalender Jg. 84 (2013), S. 245â253.
⢠Arne Blum, Wolfgang Gnida: Eine Sammlung zum 99. Geburtstag des amerikanischen Komponisten und Musikers Moondog. Arne Blum, Berlin / Wolfgang Gnida Bottrop 2015, ISBN 978-3-00-048622-7.
⢠Danny Kringiel: Obdachloser Komponist Moondog. Der Wikinger von Manhattan. In: Spiegel Online, 26. Mai 2016 (online)
Weblinks
⢠Autorisierte Website des Nachlasses
⢠Werke von und ßber Moondog im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
⢠Feature zur Filmdokumentation âThe Viking of 6th Avenueâ von Holly Elson (englisch, mit Interview-Szenen)
⢠MOONDOG'S CORNER The most complete Website about Moondog
⢠Robert Scotto
⢠Interview with Moondog, Mai 1998
⢠Moondog Interpretin Xenia Narati (Harfe)
⢠Stefan Lakatos, Moondog-Interpret (Trimba-Percussion) (Memento vom 30. April 2014 im Internet Archive)
⢠Thomas Pfaff: Stichtag 8. September 1999: Todestag des Musikers Louis Hardin, genannt âMoondogâ NDR Info ZeitZeichen vom 8. September 2009 (Podcast, verfĂźgbar bis 31. Dezember 2099).
Einzelnachweise und FuĂnoten
cite-note-11. â Heinz Kosters: Moondog â Vermächtnis eines groĂen Herzens. In: Vestischer Kalender. Jg. 51 (1978), S. 61â64.
cite-note-piltz-22. â Albrecht Piltz: Moondog â Rebell gegen die Rebellen. In: Keyboards. Jg. 8 (1994), S. 16â30.
cite-note-kr-ger-33. â Interview mit Hans-Joachim KrĂźger: Moondogs Odyssee: Europäer im Exil. In: Sounds. Die Zeitschrift fĂźr Popmusik. 1974, Heft 5.
cite-note-44. â KĂźnstlerseite bei ROOF Music. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂźgbar) am 30. April 2014; abgerufen am 29. Januar 2011.
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cite-note-66. â Plattencover von Moondog, Columbia Records, 1969: âI began using Moondog as a pen name in 1947, in honor of a dog I had in Hurley, who used to howl at the moon more than any dog I knew of.â
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cite-note-3333. â The Paleo Paranoids â Cargo. 4. Mai 2018, abgerufen am 4. Mai 2018.
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